Einzelprojekte
Form-Funktions-Perspektivenwechsel (Universität Heidelberg)
"Das Forschungsprojekt beabsichtigt Regelhaftigkeiten, Muster und Typologisches in der Form-Funktions-Korrelation herauszuarbeiten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass beim Vollziehen bestimmter intendierter Sprachhandlungen in Abhängigkeit des jeweiligen Kontextes verschiedene sprachliche Formen gewählt werden können (Perspektive des Textproduzenten) und dass umgekehrt bestimmten sprachlichen Formen nicht immer eindeutig und zweifelsfrei bestimmte Funktionen zugeschrieben werden können (Perspektive des Textrezipienten). Es soll der Versuch unternommen werden, intuitives Handlungswissen in ein explizites Gegenstandswissen zu transformieren, indem Form-Funktions-Korrelationen aus dem Blickwinkel typologisierter Sprachhandlungen bzw. Funktionen in spezifischen Diskursen analysiert werden. Es geht dabei um die Frage, welche sprachlichen Realisierungsmöglichkeiten beim Vollziehen von Sprachhandlungen wie z.B. etwas intersubjektiv Gültiges feststellen (alethische Modalität: apodiktisch) etwas wissen, behaupten (assertorisch), etwas voraussagen (problematisch), vermuten (epistemische Modalität) aus dem Formeninventar ausgewählt werden können. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Untersuchungsinteresse, welche sprachlichen Realisierungsmöglichkeiten beim Vollziehen von Sprachhandlungen sprachsystematisch zur Auswahl stehen - also um den Geltungsanspruch bei Sprachhandlungen wie z.B. feststellen, mitteilen, behaupten, klarstellen, erklären, versichern, antworten, versprechen usw. Der Fokus liegt auf der Rekonstruktion von Mustern und Kommunikationsroutinen in Abhängigkeit von Textsorten und abstrahierten Situationskonstellationen."
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Quelle der Beschreibung:
Information des Anbieters
Kontakte
Ekkehard Felder
Institution
Universität Heidelberg
Germanistisches Seminar
Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft
Deutschland