Funktionalbegriffe und Frames [FOR 600] (Universität Düsseldorf)
"Die Forschergruppe untersucht sog. Funktionalbegriffe und ihren Zusammenhang mit einem bestimmten sehr allgemeinen Beschreibungsformat, den Frames der kognitiven Psychologie (Lawrence Barsalou). Funktionalbegriffe (FB) beschreiben ihren Gegenstand als etwas, das zu einem Bezugsobjekt nur einmal gegeben ist, z.B. seine 'Länge', seine 'Bedeutung', seine 'Mutter', sein 'Kopf'. Indem FB ihren Gegenstand relativ zu einem Bezugsobjekt definieren, sind sie relational, indem sie pro Bezugsobjekt nur auf einen Gegenstand zutreffen können, sind sie inhärent eindeutig. Diese Besonderheiten schlagen sich in der Grammatik nieder: sie werden wegen ihrer Relationalität meistens in einer Possessivkonstruktion verwendet ('seine Länge', 'die Länge des Aufsatzes') und wegen ihrer inhärenten Eindeutigkeit mit bestimmtem Artikel. FB erlauben punktuell eine präzise Beschreibung ihres Bezugsobjekts, die einen einzelnen Aspekt herausgreift. Sie sind eine relativ junge Errungenschaft der Sprache, die unter anderem mit dem Vormarsch der Wissenschaften zusammenhängt."
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